Sonntag, 16. Januar 2011

Braveheart & Siegfried


In letzter Zeit hört man ja immer wieder Wundersames über die Machenschaften des Hauptzuchtwartes des DCNH, Guido Schäfer. Sein letzter Coup ist sicher der, daß er unliebsamen Mitgliedern verbieten möchte, in Blogeinträgen und Foren unliebsame Wahrheiten über ihn zu verbreiten. Sollte das Mitglied dieser Aufforderung nicht nachkommen, würde ein Ordnungsgeld von 250.000 € fällig werden. Ich frage mich ja immer wieder, weshalb es Anwälte gibt, die ein solches Anliegen im Auftrage eines Mandanten tatsächlich formulieren – sollte es denn wirklich nur an der Liquidation liegen?

Ich frage mich auch, weshalb es denn niemand erfahren darf, daß besagter Guido Schäfer, HZW des DCNH und Zuchtrichter im VDH für gefühlte 10000 Rassen, es immer noch wagt, die Papiere für einen meiner Hunde zu unterschlagen, in dem er die Weiterleitung der Unterlagen an die Zuchtbuchstelle verweigert, obwohl es die Regularien verlangen. Ich sehe auch kein Problem darin, diese Tatsachenbehauptung öffentlich auszusprechen, da diese wahrheitskonform ist.....

Letztens verlangte dieser Herr Schäfer von der Betreiberin eines Internetforums das Entfernen eines Fotos, welches eine Momentaufnahme von einer Hundeausstellung in der Tschechischen Republik wiedergab und welches den Schriftzug 'Clever & Smart' als Zusatz enthielt. Begründet wurde das damit, daß Herr Schäfer glaubte, auf dem Foto sich selbst zu erkennen, und seinen Fiancé, den nicht minder berühmten Zuchtrichter Klaus Strack....der einzige Zuchtrichter im VDH, der niemals auch nur einen einzigen Hund gezüchtet hat und auch erst seit kurzem weiß, was ein Siberian Husky ist (hier Vettern- bzw. Fiancéwirtschaft zu unterstellen, ist natürlich weit hergeholt....niemand würde behaupten, daß hier beinhart protegiert wurde....ist doch absurd).

Mich würde interessieren, was denn Herr Schäfer, der weltbekannte Zuchtrichter, seinem Anwalt gesagt hat. 'Stellen Sie sich mal vor, Herr Advokat, da hat die doch ein Bild von mir und dem Klaus eingestellt und 'Clever und Smart' drübergeschrieben, nur um uns lächerlich zu machen.' Hat der Anwalt dann innerlich geschmunzelt wie seinerzeit Nick Cage in dem Film, als ihm ein Klient ein manipuliertes Foto von dessen Angebeteter und Mike Tyson zeigte? Oder hat er ganz ernsthaft gesagt: 'Werter Klient, ich verstehe Ihren Ärger, das ist ja eine bodenlose Unverschämtheit, dem müssen wir einen Riegel vorschieben – zumal Sie beide ja auf dem Bild eine Fresse ziehen wie sieben Tage Regenwetter'?

Nun, ich weiß nur, daß mir Clever und Smart immer sympathisch erschienen, auch wenn die Plots eigentlich nie wirklich komisch waren, aber das ist etwas anderes, wichtig ist nur, daß die beiden eigentlich positive Figuren sind und Adjektive wie 'clever' und 'smart' auch. In Schweden heißen die beiden übrigens 'Flink & Fummel', also die Comicfiguren, nicht die Zuchtrichter.



Bild: Braveheart & Siegfried


Von Missionaren, Sergeanten und Hauptkassierern


Als ich unlängst nach harten Regentagen mal wieder in den häuslichen Briefkasten blickte, entdeckte ich, daß die lokalen Missionare der Watchtower Society diesen offenbar während der sogenannten Festtage wieder einmal reichlich mit ganzen Jahrgängen der Steadyseller 'Wachtturm' und 'Erwachet' gefüllt hatten. Sicher haben diese nicht gewusst, daß besagter Briefkasten alles andere als wetterfest ist, und daß es so bei der regnerischen Wetterlage unausweichlich war, daß sich missionarisches Wort in gedruckter Form zu einem homogenen Klumpen eines Papierbreis weiterentwickelte.....eine sehr eigenwillige Form von Kreationismus. Nur sollte man so mit gedruckter Wahrheit verfahren? Was ist eigentlich Wahrheit und was ist Fiktion; und was ist vorsätzliche Irreführung und was ist galoppierende Pseudologie?


Ich möchte da ein Beispiel nennen – eine Beobachtung aus dörflicher Agglomeration vor Ort, unweit der kleinen Postfiliale, in der es auch Kurzwaren und Erzeugnisse der Regenbogenpresse zu kaufen gibt. Scheinbar waren zwei Passanten im winterlichen Treiben aneinandergeraten und trugen ihre Differenzen nun weit hörbar verbal öffentlich aus. Einer der Kombattanten, ein Mann um die 50, sehr kräftig, aber etwas untersetzt, brüllte dabei eine zierliche ältere Dame an....unter Benutzung von Termini, die der Schreiber von Welt nur sehr ungern schriftlich wiedergibt (ich denke, der Leser versteht, was ich meine). Worum es genau ging, hatte ich nicht verstanden. Interessant fand ich nur, daß der vulgäre Herrim Anschluss einen Kleinwagen bestieg und davonfuhr, auf dem ein Firmenaufkleber prangte: Ihre Krankenpflege mit Herz – freundlich, liebevoll, kompetent – alle Kassen.

Natürlich fällt einem da sofort ein, daß da Werbung und Realität nicht so hundertprozent kongruent zu sein scheinen. Nichtsdestotrotz hätte man aber Lust, da mal anzurufen und für die Großmutter eine Pflegekraft zu bestellen. 'Bitte schicken sie mir aber den martialischen Herrn mit dem Charme eines Sergeanten der Fremdenlegion und dem Stiernacken, meine Oma ist schon viel zu lange auf der Welt'.....

Besser den Charme eines Sergeanten als gar keinen, mag da mancher denken, und geflunkert wird doch überall. Erinnert wurde ich daran, als ich letztens die Zeitschrift des SHC aufschlug, die jetzt das Layout einer Schülerzeitung einer unambitionierten Mittelschule hat. Dort las ich unter der der Rubrik, in welcher sich Amtsträger vorstellen, daß es dem ersten Vorsitzenden Knödler in der Zucht um eine gesunde, faire und ehrliche Basis geht. Sicher könnte man anführen, daß es ein guter Ansatz wäre, einfach mal aufzuhören mit der endlosen Lügerei, der ständigen üblen Nachrede gegenüber Mitgliedern und dem Plündern der Vereinskasse zu persönlichen Zwecken, auch wenn man dann fast alle Vorstandskollegen opfern müsste. Unterm Strich wäre es aber besser, mal ein paar Tage von der älteren Dame aus Auetal angebrüllt zu werden, die ihre Welpenkäufer mit falschen Papieren übers Ohr haut, als im Nachhinein selbst noch in den Sumpf gezogen zu werden.

Er hat auch nichts davon, wie ich finde, den zweiten Vorsitzenden Ebertshäuser zu decken, der ganz nebenbei eine Labradorvermehrerei betreibt (im VDH-Jargon neuerdings 'unüberwachte Zucht', früher 'Dissidenz') wobei die Wurfmaschine, die hoffentlich immer schöne scholadenfarbene, kleine Nichtsnutze produziert, ihre Wurzeln in Deutschlands übelster Puppymill hat, die glücklicherweise schon vor Jahren dichtgemacht wurde. Was bringt es ihm denn persönlich, daß dem Herrn Hauptkassierer einer mittelgroßen Volksbank nicht der Zwinger dicht gemacht wird und der Zwingerschutz erlischt, wie es die VDH- und SHC-Regularien erfordern (eine faire Maßnahme gegenüber solchen Vermehrern übelster Kajüte, wenn man an das Elend denkt, was da weitergetragen wird)? Was will er denn den Welpenkäufern sagen, wenn dereinst womöglich die betreffenden Papiere der parallel gezogenen 'absolut reinrassigen Siberian Huskies' für ungültig erklärt werden sollten, obwohl er über alle Mißstände informiert war, aber vorsätzlich nicht gehandelt hat? Ich wünsche ihm, daß er weiß, was er da eingestielt hat, denn eigentlich steht er metaphorisch betrachtet einerseits zwar 'on top of the list', andererseits aber auch 'knietief im Dispo'......

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